Berufsbild Anwendungsentwickler

Die Entwicklung von Anwendungssoftware findet heute nicht mehr in den Ein-Mann-Projekten der frühen Datenverarbeitung statt, sondern in komplexen sozialen, ökonomischen und politischen Systemen unter Einbeziehung hochtechnisierter, moderner Entwicklungswerkzeuge. So ist das Berufsbild des Anwendungsentwicklers gekennzeichnet durch die Fähigkeit zur eigenständigen und ingenieursmäßigen Erstellung von komplexer Anwendungssoftware in betrieblichen Organisationen. Dies verlangt Kenntnisse der Methoden des Software-Engineering und der Qualitätssicherung, von Datenbanken und Betriebssystemen sowie Methodensicherheit und Erfahrungen in der Abwicklung von SE-Projekten.

Fähigkeiten in der Organisation und Koordination von zeitlich limitierten Entwicklungsaufträgen und deren Durchführung im Team sind ebenso unerlässlich wie ein hohes Maß an Führungsqualitäten zur Bewältigung kooperativer Teamarbeit.

Schwerpunktsetzung in der Lehre

Die Grundlage für die Ausbildung der künftigen Anwendungsentwickler wird in den Pflichtfächern Betriebswirtschaftslehre und den Pflichtveranstaltungen Wirtschaftsinformatik, insbesondere in den Veranstaltungen Programmierung und Organisation, sowie Datenbanken und Algorithmen/ Datenstrukturen gelegt. Die eigentliche Schwerpunktsetzung erfolgt durch das Fach Software-Engineering und zum Teil auch durch Systemanalyse sowie die Auswahl der Wahlpflichtfächer. Insbesondere sind dort zu nennen: OOP mit C++, Website-Entwicklung und das Datenbankpraktikum.