Schlagwort-Archive: Online-Klausuren

Literaturtipps – interessante Downloads

1. E-Learning-Tag: Session „E-Assessment“

Dieser Artikel beschreibt stichwortartig die Ergebnisse einer Session des 1. E-Learning-Tags  der FH Flensburg, die von den Teilnehmern während der Veranstaltung auf Etherpads erfasst wurden.

FH Kiel
  • hat Angebote von Dienstleistern eingeholt und verworfen –> Open Source angestrebt
  • Werkverträge zur Analyse von LMS –> Moodle oder Ilias?
  • Tests beider Systeme laufen
    • Handhabung, Kosten
  • Ende 2013 soll Entscheidung vorliegen
  • Uni Mainz ist in dem Bereich E-Assessment bereits fortgeschritten, ILIAS ist aus Usability-Sicht am besten geeigent
  • „Special Interest Group eAssessment“ innerhalb der ILIAS Community entwickelt Klausuranwendungen
  • FH Kiel schlägt System für Schl.-Holstein vor
  • Probleme:
    • unterschiedlicher Plattformen
    • Rechtssicherheit?
HS Wismar
  • hat eine erste E-Klausur mit Open Source Software durchgeführt in einem PC-Pool des Rechenzentrums
  • ILIAS EA als Plattform
  • SEB (Safe Exam Browser) kombiniert mit Debian
  • zusätzliche Anwendungen können freigegeben werden: z.B. Programmieraufgaben
  • seperater Prüfungsserver (Inhalte und Klausuren getrennt)
  • BYOD: Sebian hat nicht genügend Systeme unterstützt
  • techn. Betreuungspersonal muss anwesend sein
Kurzer Bericht zur Konferenz in Odense an SDU von Wissensregion Syddanmark/Schleswig-Holstein:
  • SDU kennt nur noch elektronische Prüfungen
  • SDU nutzt selbst entwickelte Werkzeuge
  • Prüfungen sollen Lösungskompetenz prüfen – daher ist Verhinderung von z.B. Zugriffen auf Internet nicht relevant, da kein Faktenwissen geprüft wird
Uni Kiel
  • bestehendes E-Assessment-System oder Eigenentwicklung
  • Möglichkeit: Kompetenzen der Hochschulen bündeln und selbst entwickeln
  • rechtliche Thematik ist aufgrund der Ansprüche der medizinischen Fakulät von besonderer Wichtigkeit (Formalien, Regelungen)
Allgemein:
  • Ein Portal fürs Land würde Austausch der Fragenpools ermöglichen
  • Geteilte Kosten
  • Open Source heißt nicht gleich kostenlos
  • Virtual Desktop Enviroment (VDE) zur Durchführung von z.B. Programmierprüfungen, Fachspezifische Programme nutzbar zu machen in gesicherten Umgebungen
Fragestellung: Was ist gewollt:
  • Einsparungen bei Korrekturen? –>MC
  • Neue Prüfungsformen?
  • Technik muss (wenn BYOD nicht beherrschbar) gestellt werden – große Kohorten?
Vorschlag:
  • gemeinsame Plattform zum weiteren Austausch schaffen (Etherpad?)
  • A.Stolte stellt Material zur Verfügung

SDU: Round table discussion – E-learning and examination

Die Wissensregion Syddanmark Schleswig-Holstein veranstaltet Ende Februar/Anfang März einen Workshop zu E-Examinations.

10.01.13 E-Learning_and_examination_invitation.pdf

Noch bis zum 24.1., 12.00 Uhr, besteht die Möglichkeit sich in einem Doodle mit Terminwünschen einzutragen: http://doodle.com/8pn22yxypip25rqa

GMW12 – E-Klausuren

Technik

Die beschriebenen Umgebungen für E-Klausuren bestanden grundsätzlich aus eigenständigen Prüfungsservern, die von allgemein eingesetzten LMS unabhängig sind. Dabei können spezielle Lösungen wie Onyx oder LMS wie Moodle oder ILIAS zum Einsatz kommen.

Onyx nutzt den offenen Standard IMS/QTI 2.1 für die Formulierung von Testfragen. Dadurch sollen die Test- und Prüfungssysteme vom eingesetzten LMS unabhängig werden. Dieser Standard wird allerdings – laut kurzer Netzrecherche – von Moodle (2.3.) nicht unterstützt. ILIAS (3.x) unterstützt laut ilias.de IMS/QTI – allerdings ohne Angabe in welcher Version.

Der Zugriff auf die Prüfungen erfolgt in der Regel in beaufsichtigten Räumen über Software im Kiosk Mode. Das bedeutet, dass ein spezieller Browser wie der Safe Exam Browser (SEB) alle Zugriffe des Nutzers auf unerwünschte Anwendungen/Programme unterbindet. Das kann auch durch ausführen von SEB auf den Rechnern der Studierenden geschehen. Grundsätzlich sollten mehr Computerplätze vorhanden sein, als für die Anzahl der zu Prüfenden theoretisch nötig wären. Dieses Vorgehen sorgt für Puffer bei Technikausfällen.

Rechtliches

Die rechtlichen Fragen sind umfangreich und beinhalten Aspekte wie Integrität der Prüfungsdaten und -ergebnisse, Verhinderung von Täuschungen, Nachweise bei Anfechtungen, Verankerung in Prüfungsordnungen oder auch die eindeutige Zuordnung und Identifikation von zu Prüfenden und Ergebnissen. Vollständig bearbeitet hat anscheinend keine der Institutionen alle diese Aspekte. Laut Bericht der FAU Erlangen ist es allerdings auch noch nicht zu rechtlichen Anfechtungen der Prüfungen gekommen.

Um die Identität der zu Prüfenden feststellen zu können und Täuschungen zu verhindern, führen alle berichtenden Institutionen E-Klausuren nur in beaufsichtigten Räumen durch.

Didaktisches

Frau Paulmann von der FAU Erlangen-Nürnberg berichtete, dass z.B. im Fach Kunstgeschichte die Prüfungen durch E-Klausuren an Qualität gewonnen hätten, da die Bilder für die Prüfungen nicht mehr als durchlaufende Diaschauen projiziert werden müssten, sondern alle Bilder den Studierenden dauerhaft in der Prüfung zur Ansicht bereit stünden.

Wirtschaftliches

Den nicht unwesentlichen Investitionen in den Aufbau und Betrieb der Prüfungsinfrastruktur stehen deutliche Einsparungen durch Effizienzgewinne bei der Korrektur von Klausuren entgegen. Dieses betrifft natürlich vornehmlich Klausuren, die mittels Multiple Choice, Kurzantworten o.ä. Wissen prüfen.

SEBIAN – Safe Exam Browser mit DEBIAN

Unter http://eqsoft.org/sebian/ kann man sich eineDebian-basierte Linux-Distribution als ISO-Image für eine bootfähige CD-ROM erstellen lassen.

Studierende, die Ihren Rechner mit dieser CD-ROM starten, können lediglich auf die definierten Anwendungen (z.B. Taschenrechner) zurückgreifen, während sie eine Online-Prüfung absolvieren.

Das Tablet neben dem Rechner kann leider nicht automatisch deaktiviert werden…

Informationen gibt es auch unter http://eqsoft.org/sebian/doku/doku.php.

Den verwendeten Safe Exam Browser findet man unter http://www.safeexambrowser.org/news_de.html.